Westermo-Switches kommunizieren in kritischen Netzwerken einer petrochemischen Anlage in Tschechien

Unipetrol ist eine große Raffinerie und petrochemisches Unternehmen in der Tschechischen Republik. Eine der größten Anlagen der Gesellschaft ist der Betrieb Chempark Záluží, der die größte chemische Produktionsanlage im Land darstellt. Die Anlage ist gegenwärtig der Sitz von mehreren Dutzend wichtigen chemikalischen sowie Dienstleistungsunternehmen und ist Arbeitsplatz für 6.500 Mitarbeiter aus 180 Unternehmen.

Der Teil der Anlage, in dem Ethylen produziert wird, ist besonders wichtig, da diese gasförmige und brennbare Verbindung als Bestandteil vieler anderer Produkte, die in der gesamten Anlage hergestellt werden, genutzt wird. Ein Stillstand der Ethylenproduktion würde enorme wirtschaftliche Auswirkungen haben, da dieser die gesamten Produktionsanlagen auf dem Gelände beeinflussen würde. In Kombination mit Westermo-Switches wurde ein komplett neuer Netzwerk-Backbone für Leistungssteuerung und -verteilung sowie ein modernisierter Netzwerk-Backbone für das Notabschalt-System aufgebaut, um die Applikationen der Ethylen-Anlage zu verbinden.

Die Kommunikations-Infrastruktur und das Netzwerk wurden von Inelsev aufgebaut und implementiert, einem tschechischen Unternehmen, das Dienstleistungen für industrielle Automatisierung und Energie-Systeme anbietet. Die Entscheidung, Westermo-Geräte zu verwenden, beruhte auf einer bereits intensiven Zusammenarbeit zwischen Inelsev und Westermos tschechischen Distributor FCC Prumyslove Systemy.

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„Dies ist eine Anlage, in der Zuverlässigkeit unabdingbar ist. Die Systeme müssen extrem robust sein, um einen Dauerbetrieb zu gewährleisten und die Anlage sowie die Menschen, die hier arbeiten, zu schützen. In der vorangegangenen Netzwerklösung verwendeten wir Switches einer anderen Marke, die wir ersetzen mussten. Der Hauptgrund war eine zu langsame Recovery-Zeit des Netzwerk-Rings. Bei der Wiederherstellung des Netzwerks dauerte es so lange, dass bestehende Kommunikationen (OPC-Server) nicht neu gestartet beziehungsweise sich nicht wieder richtig verbunden hatten. Mit WeOS betriebene Westermo-Geräte stellen mit ihrem FRNT-Netzwerkprotokoll einen Ring auch unter Volllast innerhalb von 20 ms wieder her, was wiederum ideal für uns ist. Die Westermo-Lösung ist extrem schnell, robust und einfach zu bedienen“, sagt Pavel Ješina, R&D Manager bei Inelsev, der beide Netzwerke entworfen und implementiert hat.

Beide Netzwerke wurden 2011 aufgebaut. Die Notabschaltung war jetzt ein Upgrade-Projekt, bei dem alte Switches einer anderen Marke durch Westermos Ethernet-Switches der Lynx-Reihe in einer doppelten Ring-Netzwerktopologie ersetzt wurden. Dieses Netzwerk soll das Werk in einer Notsituation herunterfahren. Das Netzwerk für die Steuerung und Verteilung wurde als ein komplett neues System aufgebaut und verbindet 30 Unterstationen in der gesamten Anlage mit einem zentralen Kontrollraum. Das Netzwerk besteht aus 270 Kommunikationsgeräten, über 500 Prozessbildschirmen und -Panels, 13.000 I/O-Verbindungen und mehr als 300.000 Alarme. Die Infrastruktur besteht nun hauptsächlich aus den Lynx-Switches L210-F2G und eine Vielzahl von Switches der RedFox-Industrial-Reihe.

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Die vielen Port-Kombinationen und die Möglichkeit, Kupfer und Glasfaser zu koppeln, waren außerdem entscheidend für die Auswahl der Westermo-Produkte. „Innerhalb eines Gebäudes können wir bestehende Kupfer-Ethernet-Kabel verwenden. Aber die Kabel, die verschiedenen Gebäude verbinden, müssen aufgrund von Sicherheitsbestimmungen aus Glasfaser sein", erklärt Pavel. „Die breite Basis an Modellen und die Port-Kombinationen der RedFox-Industrial-Reihe erlaubt uns, die idealen Geräte für jeden Ort der Anlage auszuwählen und das Netzwerk auch für die Zukunft skalierbar zu halten“.

Als weiteres positives Ergebnis bei der Nutzung von Westermo-Geräten zeigte sich, dass die Konfiguration und Wartung sehr einfach zu bewerkstelligen ist. Alle verwalteten Westermo-Geräte werden mit dem gleichen Betriebssystem, WeOS, betrieben. Dies bedeutet, dass man das Gerät, egal, ob es sich um einen Lynx, RedFox oder ein anderes Westermo-Produkt handelt, immer auf die gleiche Art und Weise konfiguriert. Es bedeutet auch, dass alle neu hinzugefügten Funktionen rückwärts kompatibel und in jedem zuvor installierten WeOS-Gerät verfügbar sein wird. Das Betriebssystem soll, so Westermos Philosophie, so robust wie die Hardware sein. Es ist einfach zu bedienen, schnell zu konfigurieren und gründlich in Westermos Testlabor geprüft. „Ich habe mit vielen verschiedenen Switches und Routern unterschiedlicher Marken gearbeitet. Im Vergleich zu vielen anderen ist die Konfiguration eines Westermo-Switches quasi ein Kindergarten“, so Pavel.

Um Konfiguration und Wartung noch einfacher zu machen, bietet Westermo zudem WeConfig an. Das Netzwerkkonfigurations-Management-Tool wurde zur Vereinfachung der Erstkonfiguration und der Wartung im laufenden Betrieb konstruiert. Das führt dazu, dass sich während der gesamten Laufzeit eines Netzwerks Hunderte von Arbeitsstunden einsparen lassen. „Ich verwende WeConfig, um die Westermo-Geräte zu aktualisieren, wenn ein neues Firmware-Upgrade zur Verfügung gestellt wird. Das Tool macht Upgrades einfach und stressfrei. Darüber hinaus kann ich auf alle Switches von einem zentralen Punkt aus zugreifen, die automatisierte Sicherung der Geräteeinstellungen wird schnell ausgeführt und sicher abgespeichert. Ich freue mich darauf, mehr mit WeConfig zu experimentieren, wenn wir unser Netzwerk erweitert haben“, erklärt Pavel.

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